Bei näherer Betrachtung des heutigen Phänomens »Wohnen« wird schnell klar, dass es zu Beginn des 21. Jahrhunderts eher um Moden und Trends geht als um einen unveränderlichen Status Quo. So sind zur Definition dieses eigentlich ziemlich vagen Begriffs neben wirtschaftlichen Faktoren immer auch sozio-kulturelle Einflüsse maßgeblich: Überalterung, Emanzipation oder Migration lauten aktuelle Schlagworte, die unsere Bilder vom Wohnen verändern. Wohnungen müssen heute nicht mehr nur den Bedarf eines Mehrpersonen-Haushalts erfüllen. Sie sollen flexibel auf die Bedürfnisse von Singles, Dinkies (double income no kids), Alleinerziehenden mit Kind, Patchwork-Familien, Senioren-Wohngruppen, Yuppies oder einkommensschwachen Heimarbeitern reagieren können. Angebot und Nachfrage traditioneller Haustypen bleiben davon natürlich nicht unberührt.