Zwischen Aldwych und Lincoln's Inn Fields, an der Schnittstelle zwischen dem London der Richter und Anwälte und jenem der Theaterbesucher, liegt ein Quartier, an dem die Globalisierung und Gentrifizierung der letzten Jahrzehnte spurlos vorbeigegangen zu sein scheinen. Die engen Sträßchen sind von einer Mischung altersloser Backsteinhäuser, viktorianischer Repräsentationsarchitektur und Bürobauten der Zwischenkriegszeit gesäumt, die nur eine Gemeinsamkeit aufweisen: Sie sind Eigentum der London School of Economics, Kaderschmiede großer Politiker und Wirtschaftslenker und eine von ganz wenigen Universitäten der Welt, die sich allein den Geistes- und Sozialwissenschaften widmet. Seit der Gründung der LSE ist deren Innenstadtcampus auf rund 30 Einzelbauten angewachsen, doch ein räumliches und soziales Herz fehlte dem Areal bislang ebenso wie ein architektonisches Erkennungszeichen.