Bericht: Temporäre Raummodule: Forschungsgebäude in Dübendorf

»Next Evolution in Sustainable Building Technologies« (kurz NEST) heißt das jüngste Gebäude der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt EMPA in Dübendorf, nordwestlich von Zürich. Es ist kein gewöhnlicher Neubau: Direkt hinter dem Eingang des EMPA-Areals steht das unregelmäßig geformte offene Betonregal der Züricher Architekten Fabio Gramazio und Matthias Kohler. Sein Sonderstatus in der heterogenen Nachbarschaft aus bestehenden Gewerbe- und neu errichteten Wohnbauten fällt durch das innovative Gebäudekonzept auf: NEST ist ein infrastrukturelles Forschungsgebäude für bautechnologische Experimente, das zugleich als Gästehaus für Forscher und Besucher dient. Der Ende Mai 2016 eröffnete Bau besteht aus zwei Teilen: einem permanenten zentralen Rückgrat, dem »Backbone«, und austauschbaren Einheiten, den »Units«. Letztere dienen der Forschung und sollen nach Abschluss der Projekte jeweils zurückgebaut und durch neue ersetzt werden.