Jahrzehntelang boten niederländische Stadtrandsiedlungen mit ihren Reihenhäusern ein Bild egalitären, bescheidenen Wohlstands. Doch seit die Stadt Amsterdam in den 90er-Jahren mit der Ausweisung immer neuer Wohngebiete entlang des Hafens begann, ist es mit dieser Gleichförmigkeit vorbei. Individualität statt Kollektiv lautet das Motto der Neubauquartiere, deren jüngstes Beispiel sich am Klaprozenweg im Stadtteil Buiksloterham besichtigen lässt. Die vorgeschriebene gemeinsame Bauflucht ist hier die einzig erkennbare Gemeinsamkeit der Häuser. Noch heterogener ist das Bild an der kleinen Wohnstraße auf der Gebäuderückseite, wo die Hinterhäuser, Garagen und Carports den Eindruck völliger Regellosigkeit vermitteln.